Walter SIEGFRIED
Lebenslauf
1949 geboren in Zofingen. Jugend und Studium in der Schweiz. 1977 Promotion an der Universität Zürich in der Fächerkombination Psychologie, Kunstgeschichte und Philosophie. Danach Lehraufträge über Wahrnehmung und Tanz an mehreren Universitäten und Akademien. Ab 1982 Forschungsarbeit (MPIV, Seewiesen) über: Aesthetik als Verhalten - am Modell des menschlichen Tanzes - publiziert in: Beauty and the Brain, Birkhäuser, Boston, Basel 1988. Seit 1986 Kunstprojekte und Performances. 1986-2005 kontinuierliche Lehrtätigkeiten an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Lebt seit 1984 in München.
Siegfrieds Arbeiten wurden gefördert und ausgezeichnet von Philip Morris und Pro Helvetia, vom Siemens Kulturprogramm sowie von der der Landeshauptstadt München und dem Aargauer Kuratorium. Beginnend mit den Stadttänzern (1987) setzt er sich mit Fragen der Kunst im öffentlichen Raum auseinander, etwa im Pilotprojekt Gropiusstadt mit Christian Hasucha in Berlin 2003 oder im Umfeld von Teutopia (Atelier van Lieshout) auf dem Olympiaberg in München 2004. In RUFEN (einer Arbeit mit Frank Helfrich für die öffentlichen Räume des Gasteig Kulturzentrum, München 2005) hat er seine Situativen Gesänge zu einer mobilen Gesangsskulptur für mehrere SängerInnen erweitert. Eine zweite Werkgruppe bilden seine performativen Vorträge - etwa das Auftragswerk "Zwischen Verwilderung und Barbarei" für die Internationalen Schillertage in Mannheim 2007 oder "Ethical Considerations Concerning Prenatal Diagnosis" für einen Kongress von Glaxo im Kloster Seeon. Nach Abschluss des Rollatorenkonzertes arbeitet er weiter am Computer Aided Memory, das jetzt als Basis für Vorträge fungiert - zuletzt für "Die Lust des Laien am Épaulement" im Rahmen der unmöglichen Enzyklopädie an der Bayerischen Staatsoper.